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Thüringen

Das NS-Rüstungswerk REIMAHG im Walpersberg bei Kahla

Die Geschichte der REIMAHG umfasste zwischen Gründung und der Befreiung des Areals durch alliierte Truppen nur ein gutes Jahr. Doch eine Betrachtung dieser zwölf Monate bietet einen Einblick in die Auswirkungen mehrerer Entwicklungsstränge, die hier zusammenliefen. Dies galt für den Zwangsarbeitereinsatz in der deutschen Rüstungsindustrie und seine wachsende Radikalisierung, aber auch für die zunehmende Bedeutung lokaler Akteure und Initiativen, die Konkurrenz, viel häufiger aber Kooperation zwischen diesen und zentralen staatlichen Behörden. Die kriegswirtschaftlichen Strategien des „Dritten Reiches“, der Versuch, ohne Rücksicht auf Menschenleben kurzfristig einsatzbereite und produktionsstarke bombensichere Fabriken für Waffensysteme wie Düsenflugzeuge und Raketen zu schaffen, werden hier deutlich.


Anbieter: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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